Rot1 Allgemeine Aussagen zur Liturgie

  • Ziel des Konzils: Vertiefung des christlichen Lebens unter den Gläubigen.
  • Liturgie ist Vollzug des Priesteramtes Jesu Christi. Durch sie wird Gott vollkommen verherrlicht und die Menschheit geheiligt.
  • Verstärkte Teilnahme der Gläubigen fordert eine Intensivierung der liturgischen Bildung
  • Regeln zur Erneuerung der Liturgie:
    • Recht zur Ordnung der Liturgie liegt allein beim Apostolischen Stuhl
    • Hinzufügungen, Wegnahmen oder Änderungen der Liturgie sind jedem, explizit auch Priestern verboten.
    • Neuerungen dürfen nur nach sicher zu erhoffendem Nutzen eingeführt werden und müssen auf gründliche theologische, historische und pastorale Untersuchungen aufbauen.
    • Größtes Gewicht für die Liturgie hat die Hl. Schrift: Lesungen, Psalmen, Homilie.
    • Liturgie ist Feier der Kirche, keine Privatsache: jeder Teilnehmer darf nur das Tun, was ihm aus der Natur der Sache und gemäß der liturgischen Regeln zukommt.
    • Riten mögen den Glanz edler Einfachheit an sich tragen.
    • Lateinische Sprache soll erhalten bleiben, Muttersprache darf aber bei Lesungen, in Orationen und Gesängen nach apostolischer Approbation genutzt werden.
    • Der Bischof ist der Hohepriester seiner Herde, von dem das christliche Leben der Gläubigen abhängt. Er wird aus Verfügbarkeitsgründen in Pfarreien durch Seelsorger vertreten. Aus diesem Grund soll das liturgische Leben der Pfarrei sowie die Beziehung der Gläubigen und des Klerus zum Bischof vertieft werden.
    • Es sollen auf Landes- und Bistumsebene Liturgische Institute entstehen zur Förderung der Zusammenarbeit von Liturgiewissenschaft, Kirchenmusik, sakraler Kunst und Seelsorgefragen.
Rot2 Liturgische Bereiche im Detail

Grau1 Eucharistie
Grau2 Sakramente & Sakramentalien
Grau3 Stundengebet
Grau4 Liturgischer Kalender
Grau5 Musikalische Gestaltung der Liturgie
Grau6 Sakrale Kunst

Originaltext im vatikanischen Archiv