Das Volk Gottes
Das Volk Gottes, die Kirche, umfaßt nicht alle Menschen, es erscheint oft gar als kleine Herde. Auf diese Weise ist sie für das gesamte Menschengeschlecht die unzerstörbare Keimzelle der Einheit, der Hoffnung und des Heils.
Allgemeines & hierarchisches Priestertum
Christus hat als Hoherpriester alle seines Volkes zu Priestern gemacht. Dabei unterscheidet sich das hierarchische Priestertum des Dienstes vom allgemeinen Priestertum der Gläubigen wesentlich, nicht nur dem Grade nach: Der Amtspriester bringt in der Person Christi das eucharistische Opfer dar, die Gläubigen wirken kraft ihres Priestertums an der eucharistischen Darbietung mit, wodurch beide aufeinander zugeordnet sind.
Sakramente
Durch ein tugendhaftes Leben, sowie durch die Sakramente als Mittel zum Heil ausgerüstet, sind alle Gläubigen in allen Verhältnissen und Ständen je auf ihrem Weg vom Herrn berufen:
- Durch das Prägemal der Taufe sind sie der Kirche eingegliedert und gehalten, den Glauben zu verkünden.
- Durch die Firmung werden sie stärker an die Kirche gebunden, dass sie als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat den Glauben verbreiten und verteidigen.
- In der Teilnahme am eucharistischen Opfer als Quelle und Höhepunkt christlichen Lebens bringen sie sich sowie das göttliche Opferlamm auf ihre je eigene Weise dar und veranschaulichen so die Gemeinschaft des Volkes Gottes.
- Durch die Buße erhalten sie Verzeihung für die Gott zugefügten Beleidigungen und werden mit der Kirche versöhnt.
- Durch die Krankensalbung empfiehlt die Kirche ihre Kranken dem leidenden und verherrlichten Herrn und ermahnt sie, sich bewusst dem Leiden und Tod Christi zu vereinigen.
- Wer das Sakrament der Weihe empfängt ist dazu bestellt, die Kirche durch das Wort und die Gnade Gottes zu weiden.
- Die christlichen Gatten bezeichnen das Geheimnis der Einheit und der fruchtbaren Liebe: gegenseitige Heiligung, Annahme und Erziehung der Kinder, die sie als erste Glaubensboten in der Familie ihren jeweiligen Begabungen nach fördern um dem Volk Gottes im Fluß der Zeiten Dauer zu verleihen.
Gemeinschaft unter dem Lehramt
Das gesamte Gottesvolk nimmt am prophetischen Amt Christi teil, so dass es im Glauben nicht irren kann, wenn die Gesamtheit der Gefirmten, von den Bischöfen bis zu den Laien, unter Leitung des heiligen Lehramtes Übereinstimmungen in Sachen des Glaubens und der Sitten äußert.
Gaben an Einzelne
Jedem Einzelnen sind durch den Geist besondere, für ihn in seiner Zeit passende Gaben verliehen, die er dankbar anzunehmen hat. Außerordentliche Gaben dürften nicht leichthin angestrebt werden, es dürfen auch keine Früchte von ihnen erwartet werden, das wäre vermessen. Über die Echtheit und ihren geordneten Gebrauch urteilen jene, die in der Kirche die Leitung innehaben.
Glieder unter dem Primat des Papstes
Das Gottesvolk besteht aus Menschen aller Nationen und Zeiten. Da das Reich Christi nicht von dieser Welt ist, werden durch Teilnahme am Volk Gottes Sitten, Anlagen und Fähigkeiten der einzelnen Nationen, soweit sie gut sind, nicht genommen, sondern gereinigt, gekräftigt und erhoben.
Die Verschiedenheit der Völker, Stände und Lebensordnungen innerhalb der weltumspannenden und in diesem Sinne katholischen Kirche schließt aufgrund lokaler Traditionen explizit auch Teilkirchen ein, die zur katholischen Einheit des Gottesvolkes zählen, insofern sie sich unter den Primat des Papstes, der der gesamten Liebesgemeinschaft vorsteht, begeben.
Die Kirche ist nicht nur Garant der Einheit, sie schützt und fördert auch die verschiedenen je eigenen Gaben ihrer Glieder.
Die Verschiedenheit der Völker, Stände und Lebensordnungen innerhalb der weltumspannenden und in diesem Sinne katholischen Kirche schließt aufgrund lokaler Traditionen explizit auch Teilkirchen ein, die zur katholischen Einheit des Gottesvolkes zählen, insofern sie sich unter den Primat des Papstes, der der gesamten Liebesgemeinschaft vorsteht, begeben.
Die Kirche ist nicht nur Garant der Einheit, sie schützt und fördert auch die verschiedenen je eigenen Gaben ihrer Glieder.
Erlangen und Nicht-erlangen des Heils
Gestützt auf die Heilige Schrift sowie auf die Tradition lehrt die Synode, dass die Kirche zum Heil notwendig ist:
- Glaube und Taufe sind notwendig zum Heile
- Wer von der katholischen Kirche und ihrer von Christus gestifteten Heilsnotwendigkeit weiß, dennoch nicht in sie eintreten will oder nicht in ihr ausharrt, kann nicht gerettet werden.
- Zur vollen Gemeinschaft gehört:
- Im Besitz des Geistes Christi zu sein
- Die ganze Ordnung der Kirche anzunehmen
- Die in ihr eingerichteten Heilsmittel annehmen
- Unter der Leitung von Papst und Bischöfen mit Christus verbunden zu sein
- Annahme des Glaubensbekenntnis, der Sakramente, der Leitung und Gemeinschaft
- Wer der Kirche formal (dem Leibe nach) angehört, aber nicht dem Herzen nach, wird nicht gerettet.
- Katechumenen werden durch die ausdrückliche Willensäußerung zur Aufnahme in die Kirche mit ihr verbunden.
- Getauften aus Kirchen oder kirchlichen Gemeinschaften, die den vollen Glauben oder die Einheit unter dem Papst nicht teilen, weiß sich die Kirche aus verschiedenen Gründen verbunden. Sie hofft und betet unaufhörlich für die Wiedervereinigung, wertschätzt dort gelebten religiösen Eifer, liebenden Glauben an Gott, die Taufe, sofern sie vorhanden ist die Feier der Eucharistie, die Marienverehrung sowie die Verbundenheit im Gebet.
- Nichtgetaufte sind auf verschiedene Weise auf das Gottesvolk hingeordnet:
- In erster Linie sind die Gaben Gottes an das Volk des alten Bundes ohne Reue.
- Der Heilswille umfasst auch die Muslime, die mit uns an den einen Gott Abrahams beten, den barmherzigen, der die Menschen am jüngsten Tag retten wird.
- Gott ist auch jenen nicht fern, die in Schatten und Bildern den unbekannten Gott suchen.
- Wer das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennt, Gott aber aus ehrlichem Herzen sucht, seinen im Anruf des Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluß der Gnade in der Tat zu erfüllen trachtet, kann das ewige Heil erlangen.
Ungetaufte
Was sich an Gutem und Wahren bei jenen findet, die ohne Schuld noch nicht zur ausdrücklichen Anerkennung Gottes gelangt sind, die aber mit göttlicher Gnade ein rechtes Leben zu führen sich bemühen, wird von der Kirche als Vorbereitung für die Frohbotschaft und als Gabe dessen geschätzt, der jeden Menschen erleuchtet.
Mission
Da die Menschen vom Bösen leicht zu täuschen sind und der Schöpfung mehr dienen als dem Schöpfer, ist die Kirche eifrig bestrebt, zur Ehre Gottes und zum Nutzen und Heil dieser Menschen die Mission zu fördern. Sie folgt damit dem Auftrag „Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" (Mt 28,19).
Durch die Mission bereitet die Kirche für die Taufe vor, befreit aus der Knechtschaft des Irrtums und gliedert die Menschen Christus ein, dass aller Same des Guten, der sich in ihren Herzen und Kulturen findet nicht untergehe sondern geheilt, erhoben und vollendet werde, zur Ehre Gottes, zur Beschämung des Teufels und zur Seligkeit des Menschen.
Die Pflicht zur Mission obliegt jedem Gläubigen, doch auch wenn jeder taufen kann, ist es Sache des Priesters, die Auferbauung des Leibes durch das eucharistische Opfer zu vollenden.
Durch die Mission bereitet die Kirche für die Taufe vor, befreit aus der Knechtschaft des Irrtums und gliedert die Menschen Christus ein, dass aller Same des Guten, der sich in ihren Herzen und Kulturen findet nicht untergehe sondern geheilt, erhoben und vollendet werde, zur Ehre Gottes, zur Beschämung des Teufels und zur Seligkeit des Menschen.
Die Pflicht zur Mission obliegt jedem Gläubigen, doch auch wenn jeder taufen kann, ist es Sache des Priesters, die Auferbauung des Leibes durch das eucharistische Opfer zu vollenden.








