Zusammenfassungen der Texte des Vatikanum II
Links sind die Dokumente des 2. Vatikanischen Konzils aufgelistet. Bei Einträgen, die mit einem X beginnen, sind die Zusammenfassungen noch in Arbeit, die anderen sind fertiggestellt.
Wir bitten also für die unfertigen Dokumente um Geduld.
Ziel der Sammlung ist eine Übersicht und ein niederschwelliger Einstieg für interessierte Laien zu den Abschlussdokumenten. Angesprochen sind vor allem jene, die sich eine Meinung über die Inhalte der Texte machen möchten, nachdem sie bereits viel über das Thema gehört haben, oder bevor sie sich eine abschließende Meinung bilden möchten, ohne die ausführlichen Originaldokumente durchgehen zu müssen. Der Stoff ist nicht einfach, aber es lohnt sich.
Das 20. Jahrhundert brachte in vielerlei Hinsicht Neuerungen. Ergebnis der explosionsartigen Entwicklung moderner Technik waren nicht allein die blutigsten Kriege der Geschichte, es entstand vor allem ein nie dagewesenes Selbstbewusstsein: der Glaube, durch menschliche Rezepte alles erreichen zu können, traditionelle Bindungen zu überwinden und die eigenen Vorstellungen zum Maß aller Dinge zu erheben.
1. Vatikanisches Konzil
Im Bewusstsein stetig schwindender Bereitschaft der Menschen, an traditionellen Erfahrungen und Glaubenseinsichten festzuhalten, beschloss die Kirche Weichen gegen den sogenannten „Modernismus" zu stellen. Neben einer stärkeren Verankerung der Marienfrömmigkeit ist diesbezüglich vor allem das Unfehlbarkeitsdogma des Ersten Vatikanischen Konzils ein Begriff, welches dem Relativismus modischer Strömungen die hierarchische Struktur des Offenbarungsweges entgegenstellte.
2. Vatikanisches Konzil
Vor diesem Hintergrund sowie nach den Erfahrungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts schien es an der Zeit, die überlieferte Glaubenslehre zeitgemäß aufbereitet zu verkünden. Zu diesem Zweck wurde das Zweite Vatikanum einberufen, welches Wege finden sollte, den Ansprüchen der neuen Zeit gerecht zu werden. Einerseits wollte man dem Wunsch breiter Bevölkerungsschichten entsprechen und Glaubensinhalte im reflexiven Diskurs erfahrbar machen statt sie wie bisher vornehmlich zu dozieren, andererseits durfte dies nicht zu Lasten der verkündeten Inhalte gehen.
