Interaktive Tier-Systematik
| Tier / Gruppe ↕ | Rolle ↕ | Hauptthema (Struktur) ↕ | Status / Info | Aktion |
|---|---|---|---|---|
| Wolf (Canis lupus) | Prädator | Biologie / Evolution | Heimisch; Anhang IV FFH-Richtlinie; Fokus: Verhalten & Genetik | Zur Biologie |
| Goldschakal | Invasive Art | Umwelt / Ausbreitung | Natürliche Arealerweiterung; Monitoring gemäß Kap. 2.4 | Details |
| Rotwild / Rehwild | Pflanzenfresser | Umwelt / Ökosystem | Hauptrissbeute; Einfluss auf Waldverjüngung (Kap. 2.2.3) | Ökologie |
| Schaf / Ziege | Weidetier | Mensch / Wirtschaft | Nutztierhaltung; Fokus: Herdenschutz & Entschädigung (Kap. 3.2) | Wirtschaft |
| Rind / Pferd | Weidetier | Mensch / Wirtschaft | Großvieh; geringeres Beuteschema, aber Konfliktpotential | Details |
| Herdenschutzhund | Haustier | Mensch / Management | Präventionsmaßnahme; Einsatz in der Kulturlandschaft | Prävention |
| Fuchs / Luchs | Prädator | Umwelt / Konkurrenz | Nahrungskonkurrenten; Interaktionen im Habitat (Kap. 2.1) | Vergleich |
| Jagdhund | Haustier | Mensch / Jagd | Rolle bei der Jagd und im Wolfsmonitoring | Jagdfokus |
Fauna ist die Gesamtheit aller Tiere. Angefangen bei der sogenannten Microfauna wie beispielsweise einzellige Amöben über die mehrzelligen Organismen wie Schwämme oder auch so exotische Wesen wie die Korallen bis hin zur Megafauna wie dem Blauwal, gehört alles zur Fauna.
Die Tierwelt fungiert ist grundlegendes Regulativ des irdischen Lebensraums. Sie ist für die Aufrechterhaltung der biophysikalische Gleichgewicht der Erde von existenzieller Bedeutung. Sie wirkt weit über die biologische Vielfalt hinaus und greift aktiv in biogeochemische Kreisläufeein und leistet so einen Beitrag zur Bereitstellung essenzieller Ökosystem.
Im Zentrum dieser Prozesse steht die Bodenfauna, durch Abbau organischer Substanz und deren Durchmischung im Boden durch Tiere erneut mit wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Diese Aufbereitung von Nährstoffen wie Stickstoff und Phosphor ist die Voraussetzung für die Primärproduktion der Pflanzenwelt. Tiere verbreiten Samen und besorgen die Bestäubung vieler Pflanzen: Da ein überwiegender Teil der globalen Flora auf tierische Eingriffe zur Verbreitung angewiesen ist, sichern Tiere den Bestand der weltweiten Vegetation und damit deren Fähigkeit zur Kohlenstoffbindung.
Tiere wirken als biologische Regulative: Raubtiere verhindern die Überweidung von Lebensräumen durch Pflanzenfresser, was Wald-, Steppen- und Feuchtgebieten schützt. Im Wasser von Seen, Flüssen und Meeren leistet die Fauna durch die sogenannte biologische Pumpe einen großen Beitrag zur Durchmischung der organischen Abfälle in den verschiedenen Tiefen. Die Nährstoffverteilung durch Megafauna fördern das Wachstum von Phytoplankton und unterstützen das Absinken des atmosphärischen Kohlenstoff in die Tiefseesedimente.
Fauna wirkt in einem Netzwerk vielfältiger Akteure, deren Interaktionen die stofflichen und energetischen Flüsse der Erde stabilisieren. Ein Verlust tierischer Vielfalt und tierischen Wirkens führt zum Abbau ökologischer Kreisläufe, die die Regenerationsfähigkeit des gesamten Erdsystems aufrecht erhalten.
