Es wurde über Vater Agathon gesagt, dass einige Mönche zu ihm kamen, weil sie von seiner großen Einsicht gehört hatten.
Um zu sehen, ob er seine Gemütsart verloren habe, sagten sie zu ihm:
„Bist du es nicht, Agathon, von dem man sagt, er sei ein Wüstling und ein stolzer Mann?“
„Ja, das ist sehr wahr,“ antwortete er.
Sie fuhren fort: „Bist du der Agathon, der immer nur Unsinn redet?“
„Das bin ich.“
Und wieder sagten sie: „Bist du Agathon der Häretiker?“
Doch darauf antwortete er:
„Ich bin kein Häretiker!“
So fragte sie ihn:
„Erklär uns, warum du alles was wir dir nachsagten annahmst, unsere letzte Verunglimpfung aber zurückgewiesen hast.“
Er antwortete:
„Die ersten Anschuldigungen nahm ich auf mich, weil das gut für meine Seele ist.
Eine Häresie jedoch ist eine Trennung von Gott.
Nun habe ich nichts, was mich von Gott trennt.“
Nach dieser Rede waren sie erstaunt über seine Einsicht und kehrten erbaut zurück.
