Es wurde von Vater Ammoes gesagt, dass er fünfzig Maße Weizen für seinen Gebrauch in die Sonne zum trocknen gelegt hatte.
Noch bevor sie richtig durchgetrocknet waren, sah er etwas an dem Ort, was ihm gefährlich erschien und so sagte er zu seinen Dienern:
„Laßt uns von hier fortgehen.“
Sie aber waren betrübt darüber.
Als er ihre Bestürzung sah, sagte er zu ihnen:
„Ist es wegen der Brote, dass ihr bekümmert seid?
Wahrlich, ich habe Mönche fliehen sehen, ihre weiß gewaschenen Zellen und ihre Pergamente verlassend
und sie schlossen nicht einmal die Türe, sondern ließen sie auf der Flucht offen.“


Die Wüstenväter

Die kontemplative monastische Tradition des Christentums geht auf Einsiedler des 3. Jhdt. nach Christus zurück, die in der ägyptischen und syrischen Wüste versuchten, ein konsequentes Leben in der Nachfolge Christi zu führen. Die plastischen Bilder ihrer Erzählungen ergreifen oft derart, dass man noch heute in Versuchung geraten kann, ihnen in die Wüste zu folgen...

(Die hier abgebildeten Texte stellen eine kleine Auswahl dar, ohne Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Zudem sei darauf hingewiesen, dass einzelne Texte nicht unbedingt der dogmatischen Kichenlehre entsprechen.)


PaoloUccello

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