Vater Poimen sagte über Vater Johannes den Zwerg, dass er zu Gott gebetet habe, ihm seine Leidenschaften zu nehmen, so dass er frei von Sorgen würde.
Er ging und erzählte einem alten Mann folgendes:
„Ich habe meinen Frieden gefunden ohne jeglichen Feind,“ sagte er.
Der alte Mann sagte zu ihm:
„Gehe und erflehe von Gott er solle einen Krieg entfachen, so dass du deine Beschwerden, deine Demut, die du immer hattest, wiedererlangst,
denn erst durch die Auseinandersetzung macht die Seele Fortschritte.
So flehte er Gott an und als der Krieg kam, betete er nicht länger, er solle ihm weggenommen werden, sondern er sagte:
„Herr gib mir Stärke für den Kampf.“


Die Wüstenväter

Die kontemplative monastische Tradition des Christentums geht auf Einsiedler des 3. Jhdt. nach Christus zurück, die in der ägyptischen und syrischen Wüste versuchten, ein konsequentes Leben in der Nachfolge Christi zu führen. Die plastischen Bilder ihrer Erzählungen ergreifen oft derart, dass man noch heute in Versuchung geraten kann, ihnen in die Wüste zu folgen...

(Die hier abgebildeten Texte stellen eine kleine Auswahl dar, ohne Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Zudem sei darauf hingewiesen, dass einzelne Texte nicht unbedingt der dogmatischen Kichenlehre entsprechen.)


PaoloUccello

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