Vater Agathon sagte:
„Ich wäre sehr glücklich, wenn ich einen Aussätzigen träfe, ihm meinen Körper geben könnte und dafür seinen bekäme.“
Das ist perfekte Nächstenliebe.
Auch wurde von ihm gesagt, dass als er eines Tages in die Stadt gekommen sei um seine Waren zu verkaufen, er einen kranken Reisenden getroffen habe, der auf dem öffentlichen Platze lag und niemanden hatte, der sich um ihn kümmerte.
Der alte Mann mietete ein Zimmer, und lebte mit ihm dort. Er arbeitete mit seinen eigenen Händen um die Miete zu bezahlen und gab den Rest für die Bedürfnisse des kranken Mannes aus.
Er blieb dort vier Monate bis der kranke Mann wieder gesund war. Anschließend ging er in Frieden zurück zu seiner Zelle.


Die Wüstenväter

Die kontemplative monastische Tradition des Christentums geht auf Einsiedler des 3. Jhdt. nach Christus zurück, die in der ägyptischen und syrischen Wüste versuchten, ein konsequentes Leben in der Nachfolge Christi zu führen. Die plastischen Bilder ihrer Erzählungen ergreifen oft derart, dass man noch heute in Versuchung geraten kann, ihnen in die Wüste zu folgen...

(Die hier abgebildeten Texte stellen eine kleine Auswahl dar, ohne Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Zudem sei darauf hingewiesen, dass einzelne Texte nicht unbedingt der dogmatischen Kichenlehre entsprechen.)


PaoloUccello

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