Wir kamen von Palästina nach Ägypten um einen der Väter zu sehen.
Er empfing uns gastfreundlich und wir sagten:
„Warum hältst du dein Fasten nicht, wenn Besucher kommen, dich zu sehen? In Palästina halte sie es.“
Er antwortete:
„Das Fasten begleitet mich ständig aber euch kann ich nicht ständig hier haben. Es ist nützlich und wichtig zu fasten, aber wir wählen, ob wir fasten oder nicht. Was Gott befiehlt ist vollendete Liebe. In euch nehme ich Christus auf und so muß ich alles mögliche tun, um euch in Liebe zu dienen. Wenn ich euch wieder auf euren Weg geschickt habe, dann kann ich in meiner Regel des Fastens fortfahren. Die Söhne des Bräutigams können nicht fasten, während der Bräutigam mit ihnen ist; wenn er von ihnen genommen ist, dann werden sie fasten.“


Die Wüstenväter

Die kontemplative monastische Tradition des Christentums geht auf Einsiedler des 3. Jhdt. nach Christus zurück, die in der ägyptischen und syrischen Wüste versuchten, ein konsequentes Leben in der Nachfolge Christi zu führen. Die plastischen Bilder ihrer Erzählungen ergreifen oft derart, dass man noch heute in Versuchung geraten kann, ihnen in die Wüste zu folgen...

(Die hier abgebildeten Texte stellen eine kleine Auswahl dar, ohne Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Zudem sei darauf hingewiesen, dass einzelne Texte nicht unbedingt der dogmatischen Kichenlehre entsprechen.)


PaoloUccello

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