Auch sagte sie (Mutter Theodora), dass weder Askese, noch Nachtwachen oder jegliche Art des Leidens in der Lage sind, zu retten; einzig wahre Demut vermag das.
Es gab einmal einen Anachoreten, der in der Lage war Dämonen zu vertreiben und er fragte sie:
„Was vertreibt euch? Ist es das Fasten?“
Sie antworteten: „Wir essen und wir trinken nicht“.
„Sind es die Nachtwachen?“
Sie antworteten: „Wir schlafen nicht.“
„Ist es die Abgeschiedenheit von der Welt?“
„Wir leben in der Wüste.“
„Was für eine Macht schickt euch dann fort?“
Sie antworteten, „Nichts kann uns überwältigen, außer der Demut.“
„Seht ihr nun, wie Demut über die Dämonen siegreich ist?“


Die Wüstenväter

Die kontemplative monastische Tradition des Christentums geht auf Einsiedler des 3. Jhdt. nach Christus zurück, die in der ägyptischen und syrischen Wüste versuchten, ein konsequentes Leben in der Nachfolge Christi zu führen. Die plastischen Bilder ihrer Erzählungen ergreifen oft derart, dass man noch heute in Versuchung geraten kann, ihnen in die Wüste zu folgen...

(Die hier abgebildeten Texte stellen eine kleine Auswahl dar, ohne Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Zudem sei darauf hingewiesen, dass einzelne Texte nicht unbedingt der dogmatischen Kichenlehre entsprechen.)


PaoloUccello

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