Hebammen. Zwischen sterbendem Beruf und akademischer Laufbahn.

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Hebammme - ein altehrwürdiger Beruf, ein Beruf mit großer Verantwortung und von hohem immateriellen Wert für die Gesellschaft. Ein Beruf der den ganzen Menschen fordert: Man benötigt viel "Fingerspitzengefühl", wenn es darum geht, das Kind "unbesehen" zu erkennen, man benötigt viel Einfühlungsvermögen im Umgang mit der Mutter des Kindes und man muss auf der Grundlage von Fachwissen und viel Erfahrung oft schnelle Beschlüsse fassen, die durchaus zwischen Leben und Tod von Mitmenschen entscheiden können.

In den vergangenen Jahren kam dieser Berufsstand unter Druck. Es ist für den Betrachter von Außen nicht so genau zu erkennen, aus welcher Richtung diese "Anfragen" genau kommen. Erkennbar wird aber, dass es bei vielem um sehr viel Geld geht. Hier sei beispielhaft zuerst die horrende Berufhaftpflichtversicherung genannt, die eine freiberufliche Tätigkeit sehr erschwert und für manche gar unmöglich macht.

Aber auch die Freiheit der Hebammen steht zur Disposition. Es gibt Kräfte, die Hebammen nur noch eingebunden ins Gesundheitssystem als "Assistenz" der Ärzteschaft sehen wollen. Manche pflegen einen Dünkel, der die hohe handwerkliche Fähigkeit der Hebamme und deren große Verantwortung mit spürbarer Herablassung betrachtet.

Über diese und weitere Themen des Berufs der Hebammen und der Zukunft des Berufsstandes werden wir mit Mechthild Hofner reden. Sie wurde vom Deutschen Hebammmenverband für diese Gesprächsrunde empfohlen und gibt uns als 1. Vorsitzende des bayerischen Hebammenverbandes interessante Einblicke auch hinter die Kulissen der politischen und berufsständischen Verhandlungen.

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